Mango-Kokos-Torte (low carb)

Feste soll man feiern, wie sie fallen und wie tut man das am besten? Mit einer Torte! Umso besser, wenn diese auch noch „halbwegs“ gesund ist und schmecken muss sie natürlich auch, weil sonst kann man es ja gleich bleiben lassen.
Gesund und gut schließt sich aber nicht unweigerlich aus, wobei das „gesund“ selbstverständlich relativiert werden muss. Gesund für eine Torte, aber nicht gesund im herkömmlichen Sinne, da ist und bleibt ein Fitnesssalat mit Putenstreifen besser.

Diese Woche ist mein LOGI-Backbuch eingetroffen und meine bessere Hälfte hat sich für seinen Geburtstag heute daraus die Mango-Creme-Torte gewünscht. Gleich vorweg, ich finde den Namen der Torte nicht treffend, denn Hauptbestandteil und somit auch im Geschmack dominant ist Kokos. Im Prinzip handelt es sich bei der Torte um eine Joghurt-Torte und man kann das Rezept in vielen Bereichen abändern, aber dazu später.

Tortenboden (Die Mengen sind ausgelegt für eine kleine Tortenspringform mit einem Durchmesser von 18-20 cm.): 

  • 20 g Kokosmehl
  • 40 g Kokosraspeln
  • 1 EL gehäuftes Kakaopulver (ungesüßt)
  • 1/4 TL Backpulver
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 2 Pkg. Vanillezucker
  • 50 g raumwarme Butter

Den Backofen auf 175° C vorheizen. Wenn ihr einen mit Umluft habt, genügen 160 ° C. Dann die Springform gut ausbuttern. Vor allem im Bereich vom Verschluss nicht sparen, sonst zerreißt es Euch die Torte, wenn ihr die Springform dann öffnet.

Das Kokosmehl mit den Kokosraspeln, dem Kakao und dem Backpulver vermengen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit etwas Salz zu Schnee schlagen.

Das Eigelb mit dem Vanillezucker cremig rühren. (Von der Süße her kann man meiner Meinung nach den Vanillezucker aber auch weglassen, da der hohe Kokosanteil im Boden für eine angenehme und natürliche Süße reicht.) Die Butter dazu geben und zu einer schön schaumigen Masse rühren.

Zu guter letzte dann das Eiweiß unter die Masse heben.

Die Masse in die Springform leeren und glatt streichen. Auf mittlerer Schiene für rund eine halbe Stunde backen. Wenn ihr Euch unsicher seit, ob der Boden schon fertig ist, einfach mit einem Holzstäbchen, oder einer Gabel in der Mitte einstechen und schauen, ob was daran kleben bleibt. Wenn ja, lieber noch fünf Minuten länger im Ofen lassen.

Fünf Minuten nachdem ihr den Tortenboden aus dem Backofen geholt habt, solltet ihr ihn von der Form lösen. Bevor ihr die Springform öffnet, solltet ihr mit einem dünnen Buttermesser oder etwas vergleichbaren den Boden vom Rand der Springform trennen. Durch den hohen Kokosanteil ist der Boden nämlich sehr fettig und bleibt leicht kleben. Wenn ihr den Seitenteil von der Springform entfernt habt, müsst ihr den Tortenboden auch vom Boden der Springform trennen. Auch dafür ist ein Buttermesser gut geeignet. Sollte etwas vom Teig am Springformboden kleben bleiben, ist das kein Problem. Ihr dreht dann einfach den Boden um, wenn ihr ihn wieder in die Form legt und platziert die Bröseln an der Stelle, wo sie fehlen. Es kommt ohnehin später die Creme darüber. 🙂

Der Tortenboden ist übrigens sehr saftig und lecker! 🙂

Tortencreme:

  • 40 g Kokosraspeln
  • 150 g frische Mango (geschält und in kleine Würfelchen geschnitten)
  • 200 g Vollmilch-Joghurt
  • 15 g ungezuckerte Kokosmilch
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3 Blatt weiße Gelatine
  • 100 g Sahne
  • 1 TL Kokoslikör

Bei den Zutaten der Tortencreme kann man aber relativ viel variieren. Aber zunächst einmal schildere ich Euch, wie sie laut Rezept (Quelle: Franca Mangiameli und Heike Lemberger: Das große LOGI Back- und Dessertbuch, systemed Verlag, 2010-2011) gemacht wird.

Nachdem der Boden ganz ausgekühlt ist, den Kokoslikör darüber träufen.

Die Kokosraspeln mit Wasser bedecken und zehn Minuten stehen lassen. Solltet ihr zu viel Wasser erwischen, ist das nicht so schlimm. Einfach ein Blatt Küchenrolle über die Schüssel legen und das überschüssige Wasser vorsichtig wegkippen.

Das Johgurt mit den Mangostücken, der Kokosmilch (vor dem Öffnen der Dose nicht auf das Schütteln vergessen) und dem Zitronensaft pürieren. Die Blätter Gelatine für etwa 8 bis 10 Minuten in Wasser legen.

Die Sahne steif schlagen, dann die eingeweichten Kokosraspeln unter die Mangocreme mischen und anschließend die geschlagene Sahne unterheben.

Die Blätter Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Topf erhitzen. Wenn die Gelatine geschmolzen ist, zwei Löffeln der Mangocreme unterrühren und dann die Mischung  zügig unter die gesamte Mangocreme mischen.

Die fertige Creme in die Tortenform füllen und dann für mindestens zwei Stunden kalt stellen. Idealerweise stellt ihr die Torte über Nacht in den Kühlschrank.

Verzieren: 

  • Himbeeren
  • Kokosraspeln
  • Kokosflocken

Wenn Die Torte fertig ist, löst ihr vorsichtig die Springform. Creme, die sich dabei von der Torte löst, einfach vorsichtig mit einer kleinen Spachtel oder einem Buttermesser um die Torte schmieren. Anschließend Kokosraspeln auf die Torte streuen und auch am Tortenrand könnt ihr etwas davon anbringen. Himbeeren halbieren und auf die Torte geben und zuletzt noch ein paar Kokosflocken darüber streuen.

Genießen!

Mango-Kokos-Torte

Die Torte reicht für 8 Stück zu je 85 g und liefert pro Stück 225 kcal
9 % Eiweiß, 76 % Fett, 15 % Kohlenhydrate
9,4 g Kohlenhydrate auf 100 g

Nun zu den bereits angesprochenen Varianten:

Ich habe den Kokoslikör weggelassen. Alleine schon aus dem Grund, weil ich nicht wüsste, was ich mit dem Rest davon anfangen sollte. 😉

Statt Mango kann man auch andere Früchte verwenden. Sie sollten aber nicht zu wasserhaltig sein, da sonst die Konsistenz der Creme nicht mehr passt.

Statt Blattgelatine kann man z.B. auch eine vegetarische Alternative auf Algenbasis verwenden. Habe ich selber auch schon unzählige Male gemacht und funktioniert genauso gut!

Statt der Sahne kann man auch einfach um die Menge mehr Joghurt nehmen, oder Topfen (Quark) oder man verwendet für die gesamte Masse nur Topfen oder griechisches Joghurt. Nur bitte lasst die Finger von Magerjoghurt. Das schmeckt dann nach nichts und die Torte wird Euch davon rinnen! Wenn sich die Gesamtmenge der Masse ändert, müsst ihr den Gelatineanteil ggf. ändern. Das ist aber immer sehr gut auf den Verpackungen des Geliermittels beschrieben.

Wenn ihr es gerne bunt habt, könnt ihr einfach ein paar Beeren pürieren und untermengen. Gerade Heidelbeeren machen einen wunderbaren lila Farbton. 🙂

Man kann in die Creme auch zusätzlich ganze Obststückchen geben.

Beim Verzieren sind einem natürlich keine Grenzen gesetzt, statt Himbeeren kann man jedes beliebige Obst verwenden, geriebene Nüsse kann man auch über die Torte streuen, oder Mandelsplitter und und und und. 🙂

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